Verhaltenstherapie

Durch anteilnehmende Beobachtung helfe ich, die individuellen Muster des Erlebens und Verhaltens herauszuarbeiten, ordne diese gemeinsam mit meinen KlientInnen und begebe mich mit meinem Gegenüber auf die Suche nach einer angemessenen Sicht der bestehenden Probleme und nach möglichen Lösungsansätzen.

 

In der Therapie berücksichtige ich einerseits die biologischen Gegebenheiten des Körpers, andererseits achte ich auf die individuellen Charakteristika des emotionalen Erlebens und der kognitiven Verarbeitung meiner PatientInnen, sowie auf ihre individuelle Biografie und Lebensgeschichte. Diese persönlichen Faktoren stehen nun wiederum im Wechselspiel mit den Bedingungen der Umwelt und unseren Sozialkontakten. Im Zusammenwirken aller Aspekte entsteht unser Verhalten, das sich dabei aber auf vorausgehende Bedingungen und nachfolgende Konsequenzen bezieht.

 

In der Verhaltenstherapie wird keine der genannten Dimensionen schon im Vorhinein als dominierend über die anderen angesehen. Vielmehr geht man davon aus, dass biologische, emotionale, kognitive und soziale Prozesse parallel laufen und sich wechselseitig beeinflussen. Dabei kann einmal der eine und einmal der andere Aspekt verhaltensbestimmend sein.

 

Die Basis der Verhaltenstherapie wird von zahlreichen, wissenschaftlichen Disziplinen und Teiltheorien gebildet. Diese wurden in Untersuchungen und Experimenten auf ihre Wirksamkeit überprüft.
Da die Verhaltenstherapie niemals von einem Schulengründer festgelegt wurde, orientiert sie sich am lebendigen Wandel praktischer und wissenschaftlicher Erkenntnisse und entwickelt sich gegebenenfalls weiter.

(vgl. Parfy E, Schuch B, Lenz G. Verhaltenstherapie: Moderne Ansätze für Theorie und Praxis: Facultas; 2003.)

Kommentare sind geschlossen.